Hintergrund

Fuchs und Gans? Passt das zusammen?

Manchmal sind Eltern als Paar eine Fehlbesetzung. Bei Guchs’ Eltern war das ganz offensichtlich so, denn Fuchs und Gans, das haben Kinder aus Kinderbüchern und -liedern („Fuchs du hast die Gans gestohlen …“ etc.) gelernt, vertragen sich einfach nicht. Während sich die Eltern trennen können, trägt das Kind allerdings weiterhin 50% Mutter und 50% Vater in sich. Aus verschiedenen Gründen – z. B. wenn das Kind Gründe für die Trennung sucht oder mehr zu dem einen Elternteil steht – kann es passieren, dass es die eigenen Eigenschaften oder Merkmale, die mehr vom anderen Elternteil vererbt sind, ablehnt. Bei Guchs wird das durch sein gestörtes Verhältnis zu seinem Gefieder und zum Fliegen verdeutlicht. Die Folge davon ist ein geringerer Selbstwert, der sich dann in weiterer Folge auch schnell im sozialen Umfeld widerspiegelt – dies repräsentiert der ewig piesackende Waschbär.

Patchwork-Konstellationen sind sehr individuell und es gibt kein Einheitsrezept für ein gutes Miteinander. In allen Fällen ist es aber wichtig, dass das Kind nicht an sich zweifelt und weiß, dass es so wie es ist, vollkommen ist. Den Trennungskindern dies zu vermitteln, liegt in der Verantwortung der beiden leiblichen Elternteile. Dabei müssen sich die zwei entstandenen Welten gar nicht mal vermischen.